Leonie redet - seitlich - mit Rednermappe
Es ist nie zu früh, doch oft zu spät

Was sind die letzten Worte deines Lebens?

Wenn du spürst, dass dein Leben zu Ende geht – oder du den Moment nicht verpassen willst, deine letzten Worte selbst zu finden – dann bin ich da.

Ich finde diese Worte mit Menschen, die ihr Leben bewusst ordnen wollen. Die zurückschauen, erinnern, klären – und Worte finden für das, was bleiben darf.

Und wenn du selbst nicht mehr da bist und du möchtest, dann halte ich deine Rede für dich – in deinen Worten. Für die, die bleiben.

Ich bin überzeugt:
Wenn du dich erinnerst, was du liebst,
wenn du neu erzählst, was schwer war,
wenn du Worte findest für Gedanken, die dir lange gefehlt haben –
dann wird das Leben leichter. Und das Gehen auch.

Weil du weißt: Es ist alles gesagt.

Für wen ist diese Rede gemacht?

Wenn das Leben leiser wird
– und du noch etwas sagen willst

Manche Menschen spüren es:
Der Körper wird schwächer, das Leben zieht sich leise zurück.
Sie wissen: Die Zeit ist endlich.
Und mit dieser Klarheit kommt der Wunsch, das Eigene noch einmal zu ordnen.
Nicht für andere. Sondern für sich selbst.

Dann ist diese Rede ein Halt.
Ein ruhiger Ort, an dem alles ausgesprochen werden darf:
Dankbarkeit, Zweifel, Liebe, Wut.
Ein Platz für Erinnerungen, für Versöhnung, für letzte Gedanken.

Und vor allem:
Ein Ort für deine Geschichte – so, wie du sie erzählen willst.
Nicht über dich wird gesprochen, sondern von dir.
Was hat dich ausgemacht?
Worauf bist du stolz?
Was möchtest du sagen, bevor du gehst?

Wenn du einfach spürst: Jetzt ist der richtige Moment

Andere spüren nichts Endgültiges.
Ihr Herz schlägt stark. Ihr Kalender ist voll.
Aber da ist ein Gefühl – ein Flüstern vielleicht –
dass irgendwann der richtige Moment sein könnte, um innezuhalten.
Sich zu erinnern. Aufzuräumen.
Nicht im Außen, sondern im Inneren.

Es braucht Mut, sich seinem Leben zu stellen.
Sie wissen: Das Leben ist kostbar. Und unvorhersehbar.
Manchmal reicht ein Augenblick – und alles ist anders.
Und genau deshalb möchten sie nicht warten, bis es zu spät ist.

Dann ist diese Rede ein Geschenk an dich selbst.
Eine Einladung, dein Leben bewusst zu betrachten:
Was war schön? Was war schwer?
Worüber hast du noch nie gesprochen – und willst es endlich tun?

Es geht um deine Sicht. Deine Stimme. Deine Worte.
Um das, was dich geprägt hat, was du bereust, was du geliebt hast.
Und vielleicht zeigt dir diese Reise sogar, was du noch tun möchtest,
bevor das Kapitel sich schließt – irgendwann, wenn es so weit ist.

Ob du weißt, dass deine Zeit begrenzt ist  – oder ob du einfach bewusst mit deinem Leben in Kontakt treten willst:

Diese Rede ist ein Geschenk. An dich. An dein Leben. An die, die bleiben.
Sie bringt Ordnung ins Chaos, Licht in die Erinnerung, und Frieden dorthin, wo lange kein Wort war.

Denn, wenn du deine Geschichte selbst erzählst, veränderst du nicht nur den Blick auf dein Leben – du veränderst auch den Moment, in dem du es loslässt. Und mit neuer Klarheit weitergehst.

So oder so: Es ist nie zu früh. Doch oft zu spät.

“Ich sagte über meine Trauerreden immer:
„Diese Rede ist für die, die bleiben.“

Je mehr Reden ich geschrieben habe, desto mehr habe ich mich gefragt:
„Was würde die Person erzählen, die gegangen ist?“

Ich habe den Mut gefasst, diese Frage zu stellen.

Ich konnte nicht wissen, wie viele Menschen schier nur darauf gewartet haben, dass ich diese Türe für sie öffne.

Menschen schreiben mit mir ihre Rede, die ihr Leben so zeigen, wie sie es sehen und fühlen.
Und auch Briefe an Menschen, die ihnen nahe stehen, für die sie so noch so gerne ihre Emotionen in Worte fassen möchten. 

Diese Worte sind so viel mehr als Reden oder Briefe, sie sind ein Geschenk, das unbezahlbar ist, für die, die gehen und die, die bleiben.”

Susannes Geschichte – wenn Worte wieder neue Freude geben

Leonie redet schaut über ihre Schulter - freie Trauerreden

Susanne bekam die Diagnose ALS.
Innerhalb weniger Monate veränderte sich ihr Leben vollständig –
und mit der Krankheit verlor sie nach und nach auch ihre Stimme.
Ganz wortwörtlich.

Als wir uns das erste Mal trafen, sagte sie leise:
„Ich will ihnen so gerne etwas sagen. Aber mir fehlen die Worte.“

Gemeint waren ihre beiden Töchter.
Was sie ihnen noch sagen wollte, passte nicht in schnelle Sätze.
Aber es war da – tief in ihr. Und es wollte ans Licht.

Also begannen wir gemeinsam. Langsam. Behutsam. Mit Pausen.
Mit Zeit für das, was gerade da war – und für das, was erst in Form gebracht werden wollte.

Am Ende entstand ein gemeinsamer Brief.
Die Botschaft an ihre Töchter, die Susanne ihnen noch zu Lebzeiten übergeben konnte.

Die Worte, die darin stehen, bauten eine Verbindung auf,
die keine Krankheit, kein Schmerz und auch kein Abschied ihnen je mehr nehmen kann.

Als ich zu dir kam, wollte ich ihnen doch einfach nur noch sagen, wie ich für sie fühle. Bekommen habe ich eine neue Beziehung zu meinen Töchtern – es ist wie als sei ein Knoten geplatzt. Ich bin dir so unglaublich dankbar.

Wie läuft das alles ab?

1. Wir lernen uns kennen. Ganz unverbindlich.

In einem 15-minütigen Gespräch erzählst du mir von dir.

Wir spüren gemeinsam: Passt es zwischen uns? Fühlt es sich gut an?
Wollen wir gemeinsam in deine Geschichte abtauchen?

Wenn ja, melden wir uns nach einer Bedenkzeit bei­einander und vereinbaren unseren ersten Termin.

2. Wir treffen uns – so, wie es zu deinem Leben passt.

Vielleicht setzen wir uns einfach hin und reden.
Oder wir backen, gärtnern, gehen spazieren, machen Sport oder trinken zusammen ein Glas Wein – ganz so, wie du dich am wohlsten fühlst.
Was zählt, ist die Verbindung.

In etwa drei Stunden sprechen wir über das, was dich bewegt:

  • Welche Meilensteine gab es in deinem Leben?
  • Was hat dich geprägt – im Guten wie im Schweren?
  • Woran hast du gespürt, dass du geliebt wirst?
  • Was tut dir bis heute weh?
  • Was möchtest du noch sagen – und wem?

Alles darf da sein. Ohne Wertung. Ohne Eile.

3. Ich schreibe deine Rede. In deinen Worten.

Aus allem, was du mir erzählst, entsteht deine persönliche Rede.

Deine Geschichte braucht auch für mich Zeit.
So, nehme ich mir etwa zwei Wochen Zeit, um sie zu schreiben.

4. Du bekommst deine Rede – und darfst noch einmal drüberschauen.

Du liest deine Rede. Du wirst sehen: du wirst schnell fühlen, ob ich deinen Ton getroffen habe.

Und wenn du etwas ändern möchtest, machen wir das gemeinsam.

Dies ist auch oft der Moment, an dem wir feststellen, dass noch andere Briefe geschrieben werden wollen.

5. Ich verwahre deine Rede. Bis sie gehört werden will.

Nun gilt es für mich einfach zu warten, bis der Moment kommt, an dem ich den Anruf bekomme, dass deine Rede gehört werden will. 

6. Und wenn der Moment auf sich warten lässt?

Dann lässt der Moment einfach auf sich warten. 

Nach drei Jahren melde ich mich bei dir – wir schauen gemeinsam, ob deine Geschichte eine neue Narrative braucht.

Wenn ja, überarbeiten wir deine Rede. Wenn nicht, geht sie genauso wieder mit mir mit.

Solange du lebst, begleite ich deine Geschichte und erzähle sie weiter.

Erzähle deine Geschichte selbst

anstatt sie andere Menschen erzählen zu lassen. 

Finde Worte die bislang noch fehlen

– Versöhnung, Dankbarkeit, Liebe.

Spüre, was du hinterlässt

– du siehst, wie viel Schönes bleibt.

Mache deine Geschichte hörbar

– echt, klar, unverfälscht.

Finde Frieden

mit weniger Angst und mehr Frieden.

Machen dir und deinem Leben das größte Geschenk

Es ist nie zu früh, doch oft zu spät.

Möchtest du deine letzten Worte selbst wählen – statt sie dem Zufall zu überlassen?