Es ist nie zu früh. Doch oft zu spät

Was sind die letzten Worte deines Lebens?

Dein Leben geht zu Ende. 

Vielleicht spürst du, dass es da noch ein paar Worte auszusprechen gibt, die du bislang noch nicht gefunden hast oder dir einfach der Mut fehlte.
Vielleicht willst du auch deinen Lieben mehr hinterlassen als Passwörter und Berechtigungen. 

Jetzt ist der letzte mögliche Moment, um auszusprechen, was sonst für immer im Stillen bleiben wird. 

Gemeinsam entschlüsseln wir deine Emotionen und Erinnerungen, finden, wenn nötig den Mut sie zu adressieren und bringen sie als Abschiedsbriefe auf Papier. 
Du machst deine Worte und Emotionen unendlich erlebbar, auch nachdem du gegangen bist. 

 

Ich glaube fest daran:
Wenn du dich erinnerst, was du liebst, wenn du neu erzählst, was schwer war, wenn du Worte findest, die dir lange gefehlt haben – dann wird das Leben aller leichter. Und das Gehen auch.

Weil du weißt: Es ist alles gesagt.

Leonie redet - seitlich - mit Rednermappe

Warum ein Abschiedsbrief.

Manchmal gibt es eben Worte, die nicht für viele Menschen oder einen ganzen Raum gedacht sind. 
Die nicht von jemand anderem ausgesprochen werden sollen, sondern die zwischen dir und dem Lesenden bleiben sollen. 

Deine Trauerrede ist eine Rede über dich, dein Leben, deine Sonnen- und Schattenseiten. Sie erinnert dich, wie du warst, zumeist gefüllt von den Erinnerungen deiner Hinterbliebenen. 
Dein Abschiedsbrief, jedoch, sind Worte von dir. Sie zeigen wie du fühlst, was du nicht vergessen wissen willst. Wofür du dich entschuldigen oder was du vergeben magst. Was ein Danke verdient oder ein „Ich bin stolz auf dich.“ 

Dieser Brief ist mehr als ein paar Zeilen auf Papier.
Es ist ein Platz, an dem deine Stimme nie verstummt und du in den Worten immer weiterleben darfst.

Susannes Geschichte:
Ein Abschiedsbrief, der das Leben belebte.

Susanne bekam die Diagnose ALS.

Als wir uns das erste Mal trafen, sagte sie leise:
„Ich will ihnen so gerne etwas sagen. Aber mir fehlen die Worte.“

Innerhalb weniger Monate veränderte sich ihr Leben vollständig. Mit der Krankheit verlor sie nach und nach auch ihre Stimme.

Sie wollte jedoch nicht von dieser Welt gehen, ohne ihren zwei Töchtern noch zu sagen, wie sie für sie fühlte. 

Also nahmen wir uns Zeit, machten Pausen, schauten uns miteinander Fotobücher an. Sie schrieb einfach auf, was sie nicht mehr sagen konnte. Ich schaute ihr tief in die Augen und las darin, was Worte nicht mehr übertragen konnten. 

Am Ende entstand ein gemeinsamer Brief, den Susanne ihren Töchtern noch zu Lebzeiten übergeben konnte.

Als ich zu dir kam, wollte ich ihnen doch einfach nur noch sagen, wie sehr ich sie liebe. Bekommen habe ich eine neue Beziehung zu meinen Töchtern. Es ist als sei ein Knoten geplatzt. Ich bin dir so unglaublich dankbar.

Nur zwei Monate nachdem sie gemeinsam den Brief lasen, verstarb Susanne. 

Der Brief schaffte jedoch eine neue Verbindung, die es davor nicht gab.
Ihr Mut, ihre Worte zu finden, schenkten ihr und ihren Töchtern etwas, das keine Krankheit, kein Schmerz und auch kein Abschied ihnen je mehr nehmen kann.

Wie läuft das alles ab?

1. Wir lernen uns kennen. Ganz unverbindlich.

In einem 15-minütigen Gespräch erzählst du mir von dir.

Wir spüren gemeinsam: Passt es zwischen uns? Fühlt es sich gut an?
Wollen wir gemeinsam deine Abschiedsbriefe verfassen. 

Wenn ja, melden wir uns nach einer Bedenkzeit bei­einander und vereinbaren unseren ersten Termin.

2. Wir treffen uns – so, wie es zu deinem Leben passt.

Vielleicht setzen wir uns einfach hin und reden.
Oder wir backen, gärtnern, gehen spazieren, machen Sport oder trinken zusammen ein Glas Wein – ganz so, wie du dich am wohlsten fühlst.
Was zählt, ist die Verbindung.

Alles darf da sein. Ohne Wertung. Ohne Eile.

3. Ich schreibe deinen Abschiedsbrief. 

Aus allem, was du mir erzählst, entsteht dein Abschiedsbrief. Ob der an eine Person gerichtet ist oder an alle, die bleiben, entscheidest ganz du. 

Auch ich brauche Zeit für deine Geschichte.
So, nehme ich mir etwa zwei Wochen Zeit, um sie zu schreiben.

4. Du bist an der Reihe 

Du liest deinen Abschiedsbrief.
Du wirst schnell fühlen, ob ich deinen Ton getroffen und deine Intention getroffen habe habe.

Und wenn du etwas ändern möchtest, machen wir das gemeinsam.

5. Es muss noch mehr raus?

Wenn du feststellst, dass du noch mehr Briefe schreiben willst, starten wir wieder an Punkt 2. 
Das machen wir so oft bis alles raus ist, was noch gesagt werden soll.

Übrigens!

Wann diese Briefe, die erreichen, die sie lesen sollen, liegt an dir – entweder du übergibst sie noch selbst oder ich übergebe sie, wenn du nicht mehr da bist. 

Alles gedruckt auf schönem Papier. 

Für wen ist diese Rede gemacht?

Für dich, wenn das Leben leiser wird und du noch etwas sagen willst

Dieser Brief ist genau für dich, wenn du…

  • …deine Geschichte selbst erzählen willst: Du willst erinnert werden, wie du bist. Humorvoll, vulgär, introvertiert oder auch ganz laut. So wie du bist und nicht so wie andere dich sehen. 

  • …Worte für das schenken willst, was jetzt zählt: Ein Danke,  Liebe, die vielleicht im Alltag zu selten laut ausgesprochen wurde, oder auch für ein spätes Wort von: „Es tut mir Leid.“ oder „Ich verzeihe dir.“

  • …deinen Liebsten einen emotionalen Halt hinterlassen möchtest: Schaffe ein fühlbares Stück „Du“. Etwas, das deine Kinder, dein:e Partner:in oder deine Freund:innen in den Händen halten, lesen und spüren können, wenn du nicht mehr da bist. 

  • …Frieden für dein eigenes Gehen suchst: Wenn das, was tief in dir arbeitet, ausgesprochen und aufgeschrieben ist, bringt das Ordnung und Ruhe ins Chaos. Zu wissen, dass alles Wichtige gesagt ist, macht das Loslassen leichter.

Trau dich: Es ist nie zu früh. Doch oft zu spät.

„Ganz oft, wenn ich mit Menschen, über die Person spreche, die gestorben ist, um die Trauerrede zu schreiben, höre ich: „Hätte ich ihm:ihr doch nur noch gesagt, dass…“ 

Gerne schaffe ich mit ihnen dann kleine Rituale, wie sie ihre Worte noch auch nach dem Tod noch adressieren können. 

In mir wurde mit der Zeit eine Frage immer lauter: „Was ist mit all den Worten, die die Verstorbenen nicht mehr gesagt haben?“ 

Also habe ich den Mut gefasst, Menschen, die im Sterben liegen selbst zu fragen: „Was gibt es noch zu sagen, bevor du gehst?“
Sind die Menschen selbst mutig genug diese Antwort zu finden, sprudeln nach anfänglicher Unsicherheit zumeist die Worte recht schnell.

Ich bin dabei rein ein sicherer Ort für alle Emotionen, jemand der Erinnerungen und deren Wahrheiten hinterfragt und hilft zu ordnen. 

Ganz oft sind die Worte sind schon lange da. Sie brauchen nur jemand, der sie direkt anspricht und ihnen erlaubt rauszukommen. 

Ganz direkt:
Was es kostet.

Wenn wir einen Brief schreiben, in der Art wie beschrieben, dann hätte ich gerne 250€ dafür. 

ABER: Ich bin der Meinung, dass Gefühle es verdient haben, gehört zu werden. 

Wenn das also im Moment nicht drin ist, dann melde dich dennoch. Wir finden sicher eine Lösung!